Der Mensch muss, will er überleben, oder lediglich erfolgreich sein, sich um sein Leben und sich selbst kümmern. Dabei wäre eine Rücksichtnahme auf andere Menschen nicht im Sinne dieser Ethik. Es ist eine logische Folge und eine reine Frage der Vernunft, unabhängig von Moral und Weltgeschehen, seinen eigenen Vorteil zu suchen. Damit einhergeht eine Anmaßung und Selbstüberschätzung, die sich aus dem Getrenntsein mit der Welt ergibt, neues Leid und Übel im Übermaß produziert und den Menschen so zu einer Quelle seines eigenen Schmerzes macht. Diese Tatsache, aber auch das Bewusstsein um den Tod, wird innerhalb eines neugeborenen Selbstbewusstseins einfach ausgeblendet. Was das Gehirn nicht sehen möchte wird nicht für voll genommen. Die Augen schweifen einfach vorbei. Die Flut der Sinne sowie der Gang der Illusionen und Erscheinungen der Wirklichkeit lassen auch oft und schlicht keine Zeit sich von seinem Ich abzuwenden. Zu sehr ist der moderne Mensch damit beschäftigt den Versuchungen der sinnlichen Welt Folge zu leisten. So wird das Wesen zu einem Teufel, der nicht wie Gott, sondern in seinem Hochmut höher als Gott sein möchte. Mit dem Glauben an Wissenschaft und Empirie im Rücken glaubt der Mensch alles aus seiner Vernunft objektiv und logisch ableiten zu können. Nur Illusionen die den Systemen des Gehirns gefallen werden beachtet.
Die Trennung von seinem Ursprung macht nun aus dem Menschen in dieser Welt ein zutiefst zerrissenen Wesen, das in seinem Denken ständig die Trennung erlebt und die Einheit ersehnt, in gleichzeitiger und ständiger Präsenz der Gegensätze. Die Ungeteiltheit des Seins im ersten Zustand vor der Geburt wird mit den eigenen Gedanken aus dem ein falscher Wille nach Freiheit drängt ausgelöscht. Das damit wachsende Selbstbewusstsein löst die Einheit auf. Seit diesen Geschehnissen in der Achsenzeit versucht der Mensch verzweifelt die Zersplitterung wieder zu einem Ganzen zusammen zu setzen. Die entdeckten Mittel zur Bekämpfung dieser Tatsachen reichen paradoxerweise von einer dritten Denkstufe die auf das Denken und Nachdenken folgt, dem vernünftigen Nachdenken, was ja zu einer weiteren schlimmen Verwirrung führen muss, bis hin zu fein ausgearbeiteten Methoden der Vereinheitlichung und Meditationstechniken, die als eigentlich vernünftiger Weg heraus aus dem Dilemma gelten sollten.
Die Vorstellung all unsere Erinnerung, zum Beispiel durch einen Schlag auf den Kopf, zu verlieren, ist mit der vergleichbar, mit der wir morgens aufwachen: Wir wissen nicht wer wir sind. Genauso wenig erinnern wir uns auch nicht an unsere eigentliche Natur die uns vor unserer Geburt zu eigen ist. Also laufen wir aufgeregt umher und versuchen verzweifelt zu improvisieren. Dabei schaffen wir uns mit Hilfe unseres Selbstbewusstseins eine Identität, die sich aus Versatzstücken des Wahrgenommenen zusammensetzt und daher immer auch eine fremde Identität ist. Diese Identität ist das Ich das unser wahres Selbst überdeckt. Daher kommt unser Festklammern, unser Greifen-Wollen und Sehnen nach allem was unserer Selbstentwicklung zuträglich ist. Wir würden sterben für so manchen weiteren Moment, ignorieren aber, das er nur eine weitere erlebte Fiktion unserer Existenz ist und es sich nicht lohnt daran festzuhalten. Es ist ein Scharlatan-Selbst zu dem uns das Selbstbewusstsein führt und ich kann hier nur eindringlich davor warnen: Traue dir selbst nicht!
Die trügerischen Sinne betreiben Völlerei und sind die eigentlich Architekten unseres Ich. Damit ist es eine Tatsache, dass der Boden von allem worüber wir uns so gerne definieren als moderne Menschen eine reine Illusion und von vorne herein sinnlos sowie zum Scheitern verurteilt ist. Eigentlich wissen wir das ganz genau das alles eine Täuschung ist, aber seltsamerweise verstärkt dieses Wissen nur den Reiz nach der Illusion zu greifen und führt nicht automatisch zu einem Innehalten. Daraus resultiert eine Vielzahl von Unsicherheiten und Ängsten. Im schwierigen Alltag wird unser Selbstbewusstsein manipulierend geschliffen, so dass es uns am Ende sogar glauben lässt, dass die Interessen unseres künstlichen Ichs auch unsere eigenen sind und das unser Überleben nur gesichert ist, wenn wir unser Selbstbewusstsein weiter füttern. So sind wir weiterhin die Opfer dieser fatalen Entwicklung und mit der Zeit versetzt uns der pure Gedanke an eine Ichlosigkeit, also an eine Abwesenheit des Selbstbewusstseins, in pure Panik. All die sinnlichen Genüsse des Mensch seins würden ja so verloren gehen. Wir sehen durch das Drama der Vergänglichkeit die Lügen des Egos aber erblicken keine Alternative. So lassen wir uns walten und verstricken uns weiter in dem Selbst, das sich von der Welt abgrenzt. Wir sind Junkies der härtesten Droge der Welt und schaffen zugleich die größte Bedrohung der Welt: unser eigenes Selbstbewusstsein.
Diesem beschriebenen Kreislauf von selbst erschaffenem Leid stehen verschiedenen Konzepte der Befreiung und Erlösung gegenüber, denn die Sehnsucht und Hoffnung darauf wurde uns bei der Geburt des Selbstbewusstseins mitgegeben, als wir entdeckten das wir zwar anders, aber im Kern doch aus der gleichen Substanz bestehen, die ständig im Ganzen als verborgener Schimmer herab regnet. Eine Flucht aus dem Gefängnis unserer Existenz sollte also gewagt werden. Daran zu glauben lohnt langfristiger als an sich selbst zu hängen. Loslassen!
Der Mensch muss, will er überleben, oder lediglich erfolgreich sein, sich um sein Leben und sich selbst kümmern. Dabei wäre eine Rücksichtnahme auf andere Menschen nicht im Sinne dieser Ethik. Es ist eine logische Folge und eine reine Frage der Vernunft, unabhängig von Moral und Weltgeschehen, seinen eigenen Vorteil zu suchen. Damit einhergeht eine Anmaßung und Selbstüberschätzung, die sich aus dem Getrenntsein mit der Welt ergibt, neues Leid und Übel im Übermaß produziert und den Menschen so zu einer Quelle seines eigenen Schmerzes macht. Diese Tatsache, aber auch das Bewusstsein um den Tod, wird innerhalb eines neugeborenen Selbstbewusstseins einfach ausgeblendet. Was das Gehirn nicht sehen möchte wird nicht für voll genommen. Die Augen schweifen einfach vorbei. Die Flut der Sinne sowie der Gang der Illusionen und Erscheinungen der Wirklichkeit lassen auch oft und schlicht keine Zeit sich von seinem Ich abzuwenden. Zu sehr ist der moderne Mensch damit beschäftigt den Versuchungen der sinnlichen Welt Folge zu leisten. So wird das Wesen zu einem Teufel, der nicht wie Gott, sondern in seinem Hochmut höher als Gott sein möchte. Mit dem Glauben an Wissenschaft und Empirie im Rücken glaubt der Mensch alles aus seiner Vernunft objektiv und logisch ableiten zu können. Nur Illusionen die den Systemen des Gehirns gefallen werden beachtet.
Die Trennung von seinem Ursprung macht nun aus dem Menschen in dieser Welt ein zutiefst zerrissenen Wesen, das in seinem Denken ständig die Trennung erlebt und die Einheit ersehnt, in gleichzeitiger und ständiger Präsenz der Gegensätze. Die Ungeteiltheit des Seins im ersten Zustand vor der Geburt wird mit den eigenen Gedanken aus dem ein falscher Wille nach Freiheit drängt ausgelöscht. Das damit wachsende Selbstbewusstsein löst die Einheit auf. Seit diesen Geschehnissen in der Achsenzeit versucht der Mensch verzweifelt die Zersplitterung wieder zu einem Ganzen zusammen zu setzen. Die entdeckten Mittel zur Bekämpfung dieser Tatsachen reichen paradoxerweise von einer dritten Denkstufe die auf das Denken und Nachdenken folgt, dem vernünftigen Nachdenken, was ja zu einer weiteren schlimmen Verwirrung führen muss, bis hin zu fein ausgearbeiteten Methoden der Vereinheitlichung und Meditationstechniken, die als eigentlich vernünftiger Weg heraus aus dem Dilemma gelten sollten.
Die Vorstellung all unsere Erinnerung, zum Beispiel durch einen Schlag auf den Kopf, zu verlieren, ist mit der vergleichbar, mit der wir morgens aufwachen: Wir wissen nicht wer wir sind. Genauso wenig erinnern wir uns auch nicht an unsere eigentliche Natur die uns vor unserer Geburt zu eigen ist. Also laufen wir aufgeregt umher und versuchen verzweifelt zu improvisieren. Dabei schaffen wir uns mit Hilfe unseres Selbstbewusstseins eine Identität, die sich aus Versatzstücken des Wahrgenommenen zusammensetzt und daher immer auch eine fremde Identität ist. Diese Identität ist das Ich das unser wahres Selbst überdeckt. Daher kommt unser Festklammern, unser Greifen-Wollen und Sehnen nach allem was unserer Selbstentwicklung zuträglich ist. Wir würden sterben für so manchen weiteren Moment, ignorieren aber, das er nur eine weitere erlebte Fiktion unserer Existenz ist und es sich nicht lohnt daran festzuhalten. Es ist ein Scharlatan-Selbst zu dem uns das Selbstbewusstsein führt und ich kann hier nur eindringlich davor warnen: Traue dir selbst nicht!
Die trügerischen Sinne betreiben Völlerei und sind die eigentlich Architekten unseres Ich. Damit ist es eine Tatsache, dass der Boden von allem worüber wir uns so gerne definieren als moderne Menschen eine reine Illusion und von vorne herein sinnlos sowie zum Scheitern verurteilt ist. Eigentlich wissen wir das ganz genau das alles eine Täuschung ist, aber seltsamerweise verstärkt dieses Wissen nur den Reiz nach der Illusion zu greifen und führt nicht automatisch zu einem Innehalten. Daraus resultiert eine Vielzahl von Unsicherheiten und Ängsten. Im schwierigen Alltag wird unser Selbstbewusstsein manipulierend geschliffen, so dass es uns am Ende sogar glauben lässt, dass die Interessen unseres künstlichen Ichs auch unsere eigenen sind und das unser Überleben nur gesichert ist, wenn wir unser Selbstbewusstsein weiter füttern. So sind wir weiterhin die Opfer dieser fatalen Entwicklung und mit der Zeit versetzt uns der pure Gedanke an eine Ichlosigkeit, also an eine Abwesenheit des Selbstbewusstseins, in pure Panik. All die sinnlichen Genüsse des Mensch seins würden ja so verloren gehen. Wir sehen durch das Drama der Vergänglichkeit die Lügen des Egos aber erblicken keine Alternative. So lassen wir uns walten und verstricken uns weiter in dem Selbst, das sich von der Welt abgrenzt. Wir sind Junkies der härtesten Droge der Welt und schaffen zugleich die größte Bedrohung der Welt: unser eigenes Selbstbewusstsein.
Diesem beschriebenen Kreislauf von selbst erschaffenem Leid stehen verschiedenen Konzepte der Befreiung und Erlösung gegenüber, denn die Sehnsucht und Hoffnung darauf wurde uns bei der Geburt des Selbstbewusstseins mitgegeben, als wir entdeckten das wir zwar anders, aber im Kern doch aus der gleichen Substanz bestehen, die ständig im Ganzen als verborgener Schimmer herab regnet. Eine Flucht aus dem Gefängnis unserer Existenz sollte also gewagt werden. Daran zu glauben lohnt langfristiger als an sich selbst zu hängen. Loslassen!
Glaube an dich selbst! Dieser Satz ist quasi der Kern unserer westlichen Daseinsbestimmung. Seit der Kindheit bekommen wir diesen Satz von Eltern, Filmen und Werbung eingeflüstert, oder besser noch, eingeprügelt. Auf der östlichen Halbkugel hingegen hatte dieses Bekenntnis eine lange Zeit keine Bedeutung, doch dies ändert sich nun auch mit der aufziehenden Globalisierung. Es ist das alte Dilemma der Menschheit und gleichzeitig auch ihr größtes Wunder. Das Wissen um sich selbst, das Selbstbewusstsein, ist Segen und Fluch zugleich. Wir leben im Zeitalter des totalen Individualismus und sehen unser Ich zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt. Als höchstes Ideal zielt darauf unser Wille zu Erfolg, Geld und Macht. Wenn ich also nun sage, dass ich mein Selbstbewusstsein verloren habe, dann ist das in Hinsicht auf meine Innerlichkeit das Beste, jedoch in Hinsicht meines Alltages, der als Kampf daher kommt, das Schlechteste, was mir passieren kann. Eine gemeinschaftliche Gesellschaft gibt es nicht mehr. Es herrschen nur noch Egomanen, die sich verzweifelt von der Außenwelt abgrenzen. Diesen gegenwärtigen Tatsachen ist eine lange Entwicklung vorher gegangen.
Bevor ich geboren wurde, lebte ich wie in einem Traum. Ich weiß nicht wer ich bin und nichts von mir selbst. Ich weiß auch nicht wo ich bin oder frage nach einem Warum. Im Garten Eden, dem Nichts zwischen den Universen, schwebe ich in der ewigen Ruhe des Nicht-Wissens, in träumender Unschuld, in meiner Umhüllenden der klaren Umgebung des einfachen Seins. Kurz: in der Gegenwart der endlosen Wahrheit. Doch als die Achsenzeit hereinbricht, geschieht etwas Außergewöhnliches mit dem Menschen. Nach Millionen Jahren unbewusster Trägerschaft der darwinistischen Entwicklung, geschieht ein geheimnisvoller Bewusstseinsschub. Die Selbstreflexion wird einfach so einer neuen Stufe geführt und durchbricht die feste Bindung an die Welt, um das Eigene, die Innerlichkeit, zu entdecken. Was der Mensch dort findet ist er selbst. Im Menschen ist das Selbstbewusstsein erwacht und es geschehen fundamentale Umwälzungen. Zum ersten Mal ist der Mensch sich seines Seins im Ganzen und seiner Grenzen bewusst. Was ist passiert? Kein Wissenschaftler und Philosoph kann den Grund dieses Aufbruchs ausfindig machen, jedoch haben sie verzweifelt über den Weg der Forschung und Vernunft versucht zu erklären was passiert ist.
Im Urzustand gehen wir ganz in der Präsenz des Moments auf, ohne schädliche Gedanken. Der Geist ist eins mit dem ersten Geist. Selbstbewusstsein ist aber nur möglich, wenn die Einheit aufgehoben wird, wenn also das Ich sich als etwas anderes als die Welt erkennt und die Unterschiede zu seinem Nicht-Ich ausmacht. Es muss also zu einem bestimmten Zeitpunkt das Denken begonnen haben. Die Gedanken sind die Brutstätte des Selbstbewusstseins, denn im Denken hebt der Mensch sich von der Welt ab. Er macht sich selbst zum Subjekt und schneidet das Objekt ab. Es ist die fundamentale Trennung schlechthin. Trotzdem bleiben aber Subjekt und Objekt auf der anderen, verborgenen Seite verbunden. Die Gegensätze brechen ein. Die Wiedersprüche werden sichtbar durch das Denken. In einer weiteren Stufe, die ich als Nachdenken bezeichne, dramatisiert sich nun noch einmal die Situation.
Der Aufbruch des Geistes im Nachdenken ist verbunden mit schrecklichen Erkenntnissen: Es ist die Einsicht von der Trennung mit der Welt, aus der Gegensätze und Wiedersprüche entspringen, die das Denken zerreißen. Es ist die Einsicht des Bösen in der Welt die auftritt, der ständigen Präsenz von Chaos und Zufälligkeit. Ein ständiges Baden in Leid und Schmerzen wird dem Menschen klar und nichts zuletzt bedeutet dieser Prozess die Bewusstwerdung der ständigen Bedrohung des Todes. Damit wachsen gleichzeitig die Bedürfnisse nach Erlösung und der unmittelbaren Befriedigung der Süchte der Sinne in hedonistischer Weise. Denn als der Mensch auf geheimnisvolle Weise erkennt wer er selbst ist, erkennt er zum zweiten gleichzeitig auch was ihn von anderen Unterschiedet aber zum dritten erkennt er im anderen auch sich selbst. Trotz allem muss jeder nun in diesem Bewusstsein alleine klar kommen...
Morgen folgt der zweite Teil des Essays.
Ich atme dir an die Schläfen
Streiche dir über den Rücken
Küsse deine Stirn
Kraule dir den Kopf
Dann staune ich auf deine
schlafende Schönheit
Schlaf gut
mein Traum
Ich wohne in deinen Illusionen
Fliege durch deine Visionen
Lebe in deinem Kissen
Liege in deiner Liebe
Dann schwebe ich über deine
schlafende Schönheit
Schlaf gut
mein Traum
was es auch ist, das dich gen boden zerrt, das du kaum atmen kannst, das all deine hoffnungen schreiend geflohen sind, das dein atem nur noch ein sterblicher rest der großen kraft ist, was auch immer dein herz bedrängt und den fluch herab beschwört, dieser dunkle zauber wird gebannt, das eingeborene böse feiert im guten, verneint sind taten und worte, große gesten verhüllen nicht die schuld, geeint sind trauer und wut, nackte hände kratzen an verschlossenen türen, die füße schlagen wütend gegen blanken stahl, tränen malen streifen auf die dreckige haut, die stirn liegt zweifelnd auf dem rahmen, beweine nicht den gekrümmten zustand, akzeptiere die tatsache der wiedersprüche, lass dich nicht von den gegensätzen begrenzen, wimmernde kinder wissen nichts vom verlust, unbeindruckt umarmen sie die ungerechtigkeit, so oft sie auch fallen, einmal öfter stehen sie auf, die kinder, die menschen, der finstere druck, die schlagende angst, die grösste trauer, all das wird von dir genommen, die rettung liegt im unheil verborgen, es leuchtet das licht schwebend aus der nacht, in deinem schmerz entwirft sich die welt, leid lässt das glück heller strahlen, durch das böse wird das gute erst gut, so verlaufe dich nicht im dumpfen geässt, ertrag mit gott diese traumhafte sicht, halte nicht fest, über die quellen der verzweiflung hinweg, streifen die gedanken in das lichtumrahmte gläserne meer, hin zu dem horizont, an dem nach einer langen, finsteren phase der verdunklung nun endlich das licht eines neuen tages anbricht
Ein Hauch geht durch den Raum. Ein Blatt Papier wird zusammen geknüllt. Es tanzen Kleinstpartikel durch die wiegenden Melodien der Materie. Schönes Sonnenlicht aus dem sterbenden Planeten strahlt. Da streckt jemand die Ideen in das Universum. Energien verlassen den Orbit und durchfließen die fruchtbaren Böden, wo Finsternis Licht wird. Alles löst sich auf in dem quellenlosen Licht, umarmt sich im fiebernden Gleißen und vereinigt mit der Strahlung den Hort aller letzten Träume. In der festen Umklammerung der Elemente sammeln sich die liebenden Geister zu einem schwarzen Punkt auf der Spitze einer Stecknadel, die gleichzeitig klein und groß, alsbald mit gewaltiger Wucht explodiert. Endlos entfalten sich die Kinder und überdecken die geknickten Stecknadelköpfe, die absoluten Embryonen. Die geöffneten Augen kennen keine Grenzen. So rast die Ausbreitung alles durchdringend und eindringlich die Güte in die Geburten stempelnd, damit das entstehende Leid für immer gebrandmarkt sei.
Darum sieh auch nun den winzigen Reisenden. Den Fussel im Morgenlicht, der tanzend vor dir schwebt, älter als du, in seiender Leichtigkeit um die Zeichen von der Hoffnung zu bringen. Denn aus den Sternenschweifen geschickt, durchdringt er die Atmosphäre der diesseitigen Welten und multipliziert sich derweil in der noch ungedachten Mathematik fühlbar. Schneller als die schiebenden Kontinente, löslicher als das geheimnisvolle Wasser, schneller als das Schallen der Eulenstimmen sucht sich das Körnchen seinen Platz und ist zufrieden. Hier in den luftigen Körpern zwischen den Erdanziehungskräften und der Fluchtmacht des Urgrundes steigt der Wasserdampf herauf und schwebt über gläsernen Treppen, die hinter den schwebenden Geistern langsam zerfallen. Ihre diamantenen Kronen flackern wie das Leuchten kurz nach einer Sonnenfinsternis, genau dann wenn der Mond gerade wieder sein Rund zur Seite schiebt. Schon stülpt sich Kälte auf die Szenerie und alles gefriert augenblicklich. Die Kristalle formieren sich zu aufwändigen Mustern mit mehreren undurchsichtigen Ebenen, die sich von innen nach außen bewegen, um die Spitzen zu vollenden. So wird das Staubkorn zu einem Eiskristall und sinkt den wärmeren Luftschichten entgegen, wo er langsam traurig taut. Das Eiskristall entpuppt sich langsam zu einem wunderbaren Tropfen in grenzenloser Schönheit und stürzt sich zugleich dem Erdreich entgegen. Zu groß ist die Masse für die Arme des Universums. Durch die Finger gleitet das flüssige Licht, wenn es sich aus den Wolkenskulpturen regnet. Ein ewig ruhender Zustand wäre einfach nicht haltbar.
So gehet dahin meine Kinder,
als meine Tränen,
bald tropfet ihr zärtlich zurück.
Der Sternenstaubkreislauf
ist deine Schöpfung.
Der beste Moment am stürzenden Sein ist der des Zerschellens auf dem nackten Stein. Das Zerspringen der tausend Spiegel wird begleitet von dem Singen der Stimmen und dem Pfeifen des Windes. Den Abhang herab verbrüdert sich der Fluss in der unscheinbaren Pfütze. Es ist ein Fest der Regnenden. Als sich die Fronten verziehen, damit sich der Himmel aufklart in dieses kalte Blau, saugt sofort die Sonne das Wasser aus der Pfütze. Die Dämpfe entschwinden und geben den Staub frei, der nun getrieben von den Elementen seiner Zufälligkeit frönt. Der Sandsturm sendet staubige Fontänen. Torkelnde Gestalten setzen sich zusammen und verfliegen. Formwandler der ängstlichen Träume. Auftauchend aus der Begreiflichkeit, zu vergehen im nächsten Augenblick. So verteilt sich das Ganze an seinen Platz. Die Kraft kennt keine Pause. Als sich der Wind legt, treten nackte Menschenfüße in den heilenden Strandsand. Wie auf Watte treten sie auf die Sternenwiese.
Das Wasser schwebt sich schwindelig und kriecht über den staubigen Boden. Auf dem Rücken der Atome, von den Sternen gesandt, landet das kleine Sandkörnchen auf den Wellen des Lebens. Mal hier hin getrieben, mal dort hin geschwappt. Das Staubkorn, die Strömung hat längst alles Sandige abgetragen, kennt kein Ziel in diesem barmherzigen Treiben. Es kauert in den Gewalten. Sie sind der Mutterschoß. Der Vater wird es richten. Also sinkt das Staubkorn in die Tiefen des Ozeans. An den Korallen liegen die fliegenden Muscheln. Die Flügel sind die chemischen Wolken, die sich auf bunten Krebsen materialisieren. Das Korn wird in die Flügelmuschel gezogen. Die Molluske ist ein großer Meister. Sie brennt das Wasser und haucht eine Seele in das Staubkorn. Schicht für Schicht schneidert der Meister eine Rüstung aus Perlmut um das Staubkorn. Schicht für Schicht im strahlend weißen Schimmer. Die Proteinmuster verpassen der wachsenden Perle ihre Würde. Die Schönheit wird perfekt abgerundet. Der Meister vollendet seinen Ausdruck und gibt die Perle in einem Akt der Selbstvernichtung frei.
Ein Fisch frisst den weißen Reisenden nach kurzem Treiben. Er landet im Netz der Hochseefischer und auf dem Brötchen eines unbedeutenden Menschen. Dieser beißt auf die Perle. Aufmerksam betrachtet der Mensch das kleine Fundstück welches ihn sofort auf magische Weise von der Melancholie befreit. Bis zu seinem Tode vertreibt die Perle die finsteren Gedanken in einer kleinen Schachtel liegend.
Im Grab, zunächst bedeckt von den toten Fingern, dann bedeckt mit Sand, finden Ameisen die Perle und rollen sie in ihr unterirdisches Reich. Kez-Merze, die Eroberin, Kaiserin aller Feuerameisen, nutzt die Perle fortan als Schrein und niemand darf sie befühlen. Aber auch die Zeit ihrer Herrschaft vergeht und mit ihr die Ameisenreiche. Die Perle dringt immer tiefer in die Erde. Sie wird in wuchtigen Gewalten aufgerieben, durch harte Schichten getrieben und in den Lava Strömen aufgeweicht. Brennend dreht der Rauch durch, Asche zu Asche. Mit der brennenden Erde vereinigt verlieren sich alsbald die Spuren des Staubkorns. Aber treibt der Hauch an deinem Ohr einen Fussel vor deine Augen, dann hat dich der Sternenstaub wiedergefunden. Eingeatmet in die Blutbahn. Staub zu Staub.
ich bin ganz dein
in das hinein geworfen sein
trinke vom wein der schönheit
ein weicher leib
die zeichen zeigt
besitzen wir den schlüssel
zerschneidet sich der raum
öffnet sich das tor
das die sinne nahe bringt
ich falle in deinen garten
in der gänze meiner Jahre
in totaler hingabe
bin ich dir absolut nahe
es greifen sich die geister
in der leichtigkeit der schweifenden schleier
bewegt sich die sehnsucht
wie der flieder im landregen
um das diadem unserer zusammenkunft
aus dem ozean zu ziehen
dort auf den steilen klippen dann
spritzt die gischt fontänen in den himmel
hier halten wir in unseren herzen
den steinernen Beweis
der verflossenen tränen
zu formen den ewigen bund
als vergeht der letzte Mond
zerschneidet die sense den horizont
die senkenden augenlieder trennen mich von dir
schier unendlich weitläufig ist die wüste der wehmut
der durst nach liebe hat die wälder ausgetrocknet
da breitet sich süße erinnerung aus
wahrhaftig ja, ich bin ganz dein
mögen die flüsterer nie verstummen
besitze mein leben, ich vertraue dir
alles hat sich ineinander geschwommen
Schwarze Taste. Ein Zug mit sieben Köpfen. Ich schlucke den Meteoriten herunter. Rase auf den Wahnsinnswagons. Ausgeworfen. Wieder einmal. Weiße Taste.
Schwarze Taste. Muss die Spinnen kreuzen damit Regenbögen aus meinem Bauchnabel wachsen. Blaue Wiesen triefen Tropfen nach oben. Meine Haut habe ich an der Garderobe abgegeben. Schläge für den Sünder. Am Teufelshaken mit weißem Fell. Hängen die alten Körper. Verschrumpelte Lumpen bei schunkelnden Kunden im Ausverkauf. Lustpeitschen peinigen greise Kinder. Am Strand warten die Gäste. Nur wenn ich vorher das Elixier der elf Schlösser austrinke stapeln sich die Bücher auf den eckigen Dünen. Nur dann kann ich meine Liebste retten. Aus den Fängen des kuscheligen Kalbs. Schreiender Braten in der Röhre mit Mikrowellenfieber. Träume schaukeln wie Schaukeln von den Bäumen herab. Weißt Taste.
Schwarze Taste. Auf der Lustmatratze. Milben wachsen zu riesigen Monstern mit Mühlen die den Sturm erzeugen. Beißen mir ein Bein ab die knabbernden Insekten. Sprechen mit mir die Maden. Weiße Taste.
Weiße Taste. Stalagniten regnen von der Decke. Schlagen in der Mitte meines Herzens ein. Mein Herz tritt über. Überall graues Blut. Dort auf dem Gut mit den verkohlten Bäumen gehen die Rüben ein. Läuft mir aus der Nase die Brühe. Menschensuppe. Knochengerüst eingestürzt. Renovierung gescheitert. Schwarze Taste.
Schwarze Taste. Tiere! Bevölkert die Umgebung! Pocht Luft aus den Winden! Löchert die Stratosphären damit wir unsere Zuschauer sehen. Es geht los. Der sieht ja aus wie ich. Irrlichtergeisterkörper. In deine Umlaufbahn. Kreist mit mir wie die Zunge auf deinem Nacken fremde Braut. Verschleiert sind die Fenster. Die Sterne leuchten hinein. Weiße Taste. Schwach gedrückt.
Schwarze Taste. Schwarze Taste. Die Wasser plätschern im Hintergrund und bahnen sich als Fluss durch den Körper, treten an die Wasseroberfläche, wo das Meer sogleich in der Wanne abfließt. Der Gnom hat den Stöpsel gestohlen. Hihihi. Hilfe! Weiße Taste. Weiße Taste. Schwarze Taste. Ausklingen lassen…
Weiße Taste. Weiße Taste. Mein Gutsherr lässt mich auf dem Feld schuften. Erdbeeren bekämpfen unter der Sonnenglut. Vor dem hölzernen Steg steht das Blumenmädchen. Ihre weißen Haare legen sich über den See und werden zu einem Netz aus Fischen, die das Fließen gefangen nehmen. Schwarze Taste.
Schwarze Taste. Üble Bedrohung. Die Brocken des brennenden Vulkans schlagen Löcher in die Pupillen. Geräuschlose Eruptionen. Weggeglitten ist die Realität. Abgerutscht in einen neuen wuchtigen Nebel. Das nächste Programm ist der gleiche Traum. Schwarze Taste. Das Dösen rinnt aus den Verankerungen des Nichts und senkt die eisernen Ketten auf das tragische Sein. Schwarze Taste. Schwarze Taste.
Weiße Taste. Wie schön sind die betäubten Sinne. Erscheinungen flackern und scheinen kurz. Erlischen. Werden für wahr gehalten, vermisst, vertrieben. Weiße Taste. Schwarze Taste. Weiße Taste. Taste. Sachte. Liebende Umarmung, versunkene Körper, streichelnde Hände, sich treffende Augen….
Schwarze Taste. Augenlose Monster reißen mich die Treppe herunter und tauchen meinen Kopf in das verdreckte Klo. Ich sehe die geköpften Professoren und andere Doktoren, die sich ihre Köpfe freiwillig in Guillotinen legen und selbst das Band lösen, um den Job des Wissenschaftlers kopflos noch besser ausfüllen zu können wie den beigen Keramikbecher der sich gerade mit meiner Seele füllt. Durch ein Loch rinnen die letzten Ängste. Schwarze Taste. Schwarze Taste. Schwarze Taste.
Schwarze Taste. Ameisen schlecken den Saft. Kalenderblätter entknüllen sich. Zukunft und Vergangenheit vermischen sich im Topf unter stickigem Rauch der hart wie Stein den Körper presst. Die Gegenwart reitet auf einem Einhorn an mir vorbei. Das Leid wirft mich ab wie bei einem Rodeo. Staub als Tarnung in Disneyfarben. Digital restauriert. HD. Weiße Taste. Weiße Taste. Schwarze Taste. Schnell gedrückt.
Stille. Finger klopfen auf den Flügel. Ich falle in eine Clownsmaske. Der Vorhang geht auf. Die Sinfonie erklingt. Ich singe nicht. Schwarze Taste. Weiße Taste. Töne. Taube Tauben tönen. Transzendente Stimmen stöhnen. Weiße Taste. Tödliches Geschick. Rötliche Augen. Morgengrau. Abendsonne. Der Mars dreht sich zwischen meinen Gehirnhälften. Die Gegenerde ist meine Schöpfung. Flöhe pfeifen einen Schlager. Schwarze Taste. Weiße Taste. Schwarze Taste. Weiße Taste. Schwarze Taste. Tonleiter.
Sahne läuft mir aus den Ohren. Bin einmal geflogen über die Tastatur. Auf dem Thron hockt das Mädchen aus der Jugend. Unbekannte Nackte. Weiße Taste. Die Türen schließen sich. Der Gang fällt in das Loch der Vergänglichkeit. Schwarze und weiße Taste gleichzeitig. Die Gedanken, eben noch klare Skulpturen, jetzt schon Fahnen im Wind. Schwarze Taste. Kriegerische Stürme an bunte Mauern. Mein Schriftzug. Schwarze Taste. Schwarze Taste. Mobla.
Sonnenlicht. Geblendet gleißende Suppe siedender Strahlen aus Organen der Natur. Brutale Umdrehungen kläglicher Versuche. Lachhaft. Rückenschmerzen. Umdrehen! Schwarze Taste. Schwarze Taste. Fremde Stimme. Weiße Taste. Schwarze Taste. Schwarze Katze. Weiße Taste. Sie kommt auf mich zu. Sie streicht mir durch das Haar. Rückenschmerzen. Dösen. Weiße Taste. Sie öffnet meine Hose. Küssende Lippen an der abgelegten Bucht. Erregendes Schluchzen zweier verzweifelter Möwen über den Schaumkronen des Schicksals. Weiße Taste. Mücke. Kitzeln. Wieder umdrehen. Gedanken verwirbeln. Kehrt mir meine Asche nach der dunkle Keller. Der Hase fletscht die Zähne. Schwarze Taste. Weiße Taste. Schwarze Taste. Weiße Taste. Sie küsst meinen Nacken entlang. Die Körper schmiegen sich aneinander. Weiße Taste. Illusionen der Uhr. Dösen. Schwarze Taste.
Schwarze Fratzen fressen meine Träume und singen in fremden Stimmen. Bizarr klingende Wörter. Unverständlich ragen die Lianen. Die zahlreichen Masken am Bildschirmrand schlucken glucksend Aspirin in der Größe eines Flugzeugträgers. Kamikaze Bonbons erstarren in Zuckerwatteexplosionen. Es kriechen die Lamettawürmer in metallenen Farben aus den Ritzen meiner Neuronen und bespucken mein Geschriebenes. Schwarze Taste. Schlucken meine Ergüsse. Alle weißen Tasten. Tötet mich mit Schilfrohren ihr unbekannten Geister, dort auf stürzenden Türmen bietet sich ein guter Ort an. Maschinenstädte. Superblick. Visionen der Gesellschaft. Lachende Logik. Gefangene Vernunft. Alle schwarzen Tasten. Einfach immer wieder. Schwarze Tasten. Schwarze Tasten. Weiße Tasten. Schwarze Taste. Umdrehen. Aufstehen. Schmerzen im Fuß. Da wächst ein Pilz. Der Zeh knackt ab an der Bettkante. Ein Brett zerschmettert das Knie. Ein sanfter Kuss. Hände auf der Haut. Eine vertraute beruhigende Stimme spricht zu mir. Über den Rücken wird Glück gestrichen. Weiße Taste. Verbeugung. Kein Applaus.
Es war die beste Zeit mit dem besten GefühlAber mit der letzten Berührung sind unsere Herzen verglühtSarahWir standen an der Spitze einer ganzen GenerationAber teilten das Brot nie im sinkenden BootFrankWir teilten die Pixel und gestalteten die MachtDu hast mich mit Wahnsinn um die Ecke gebrachtPaulDie Segel gleiten über die braune FlutVerloren in der Zeit, hab dich vergeblich gesuchtSophieWas hatten wir Spaß auf den Promenaden im WindBis wir plötzlich im Grauen der Vergangenheit verschwunden sindMaikWie zwei Metalle mit Brillen waren wir verschmolzenDie Tränen des Abschieds hat niemand vergoltenStefanWo bleiben die Worte, sie schweigen in ZeilenAber erst nach uns konnte sich alles befreienLenaWir tanzten zusammen über die erste GrenzeHeute schäme ich mich das ich dich auf der Straße nicht kenneNicoleDie Dimensionen die wir erklommenHat jeder für sich einfach mitgenommenChristoph
Und all die anderen Namen, die mit mir sind gewordendie liegen vergraben und sind mit mir auch verstorben
Gelobt sei die ZeitVergeben seien die TatenGereinigt sei der FluchGelegt in den ewigen GartenVergänglichkeit hat uns geschmiedetVeränderungen meißeln am CharakterEs fehlen selbst die FehlerIn dieser eigensinnigen WeltNiemand hat es so gewolltGekommen ist es wie es kommen sollDort wo wir sind ist der richtige Platzund niemand kann uns nehmenwas das Herze hat
Man begegnet sichMan verliert sichAber im Licht der Erinnerungsind wir alle vereinigt
Nichts wird vergessenEs macht alles SinnWir gleiten dahinbis zum nächsten Treffen
Es herrscht kein UnterschiedZwischen mir und dirschwebt das Meerdas uns gleich macht